Das war die Eröffnung der Austellung Mythos Puch IV


Liebe GemeindebürgerInnen,

 

unser Gemeindezentrum bewährt sich in den Repräsentationsräumen nicht nur als Tagungsort. Nun fand dort auch die erste öffentliche Ausstellung statt, mit der Bürgermeister Werner Höfler an die kulturelle Tradition der vormaligen Obstbaufachschule Wetzawinkel anknüpft.

 

In solchen Veranstaltungen sollen Menschen Anregungen finden und interessante Endeckungen machen können. Das Thema dieses Auftakts: „60 Jahre Steyr-Puch 500“. Mit dem Puch-Schammerl hatte die Volksmotorisierung nach dem Zweiten Weltkrieg ein steirisches Wahrzeichen.

 

 Schriftsteller Martin Krusche und Comic-Zeichner Chris Scheuer haben dafür eine Mischung an Fotos, Grafiken und alten Dokumenten zusammengetragen. So ergab sich ein Bilderbogen zwischen Volkskultur und Popkultur. 

 

Dazu haben Gottfried Lagler vom Oldtimerstammtisch Figaro und Sigi Spreitzenhofer von der Oldtimerrunde Wetzawinkel rare Originalfahrzeuge mitgebracht. Ein Hinweis auf die kompetente Schrauber- und Sammler-Szene der Gemeinde Hofstätten an der Raab. 

 

Krusche gab einen kleinen Überblick, wie sich diese ganze Geschichte innerhalb unserer Lebenszeit entfaltet hat, in der wir zwei industrielle Revolutionen bewältigen müssen. Positiv betrachtet kann man sagen: An etlichen Stellen berührt die Weltgeschichte unsere Regionalgeschichte.

 

Zu den Gästen dieses Abends gehörte übrigens auch Wissenschafter Hermann Maurer von der TU Graz. Der Informatiker zählt zu den Pionieren des Internet. Solche Zusammenhänge sind wichtig, wenn man begreifen möchte, wohin uns technische Entwicklung und wirtschaftliche Veränderungen gerade tragen. Das sehen übrigens auch Höflers Amtskollegen Peter Moser (Ludersdorf) und Robert Schmierdorfer (Albersdorf) so. Sie sind Höflers Kooperationspartner bei einem längerfristigen regionalen Kulturprojekt, das inhaltlich vom Kuratorium für triviale Mythen (Kunst Ost) gestaltet wird. Dieses Vorhaben entfaltet sich unter dem Titel „Dorf 4.0“. 

 

Der aktuelle Themenschwerpunkt lautet „Vom Pferd zum Sattelschlepper“ und ist auf unsere Mobilitätsgeschichte konzentriert, die in der Oststeiermark anfangs hauptsächlich durch Rinder als Zugtiere geprägt war. Wer sich Pferde leisten konnte, hatte dann eventuell bald auch einen Traktor. Erst langsam konnten sich Menschen in der Region auch eigene Autos leisten.

 

Das Puchauto wurde zu einem ersten Symbol großer Unabhängigkeit in der persönlichen Mobilität. Es ist heute fixer Bestandteil vieler Oldtimer-Veranstaltungen und somit auch Teil einer Volkskultur in der technischen Welt. 

 

Passend zum Thema brachte Verleger Herbert Weishaupt persönlich das eben erschienene Buch „PUCH. Werk II – im Wandel der Zeit. Eine steirische Industriegeschichte“ von Erich Mayer, die Thondorf-Story. Dort war das Puch-Schammerl gebaut worden.

 

Die Ausstellung der Bilder und Dokumente im neuen Gemeindezentrum Hofstätten ist noch bis Freitag, den 8. Dezember 2017, zu besichtigen, und zwar wochentags von 7:00 bis 17:00 Uhr: Pirching 80, 8200 Hofstätten an der Raab (vormals Obstbaufachschule Wetzawinkel)

 

Weiterführende Informationen finden Sie im Interet unter:

+) Mythos Puch IV, die Dokumentation: www.van.at/myth/puch/2017/

+) Dorf 4.0: www.van.at/dorf/

 

Ihr/Euer

Bgm. Werner Höfler



Datum: Montag, 13.11.2017
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Gastronomie

Cafe Figaro
Inh. Lagler Gottfried
8200 Wünschendorf 190
Tel: 03112 - 6173

Direktvermarkter

Meißl Monika u. Rupert
8200 Hofstätten 37
Tel: 03112 - 3519

Gewerbe & Industrie

ULZ Produktions-GmbH
8200 Wünschendorf 193
Tel: 03112 - 5350